Schmied von Kochel
Festspiele 2005

Geschichte

E-mail

sr-rh  01.2006

Schirmherr:
Dr. Edmund Stoiber, MdL,
Bayer. Ministerpräsident

SCHMIED VON KOCHEL

Kochel am See ist Heimat des legendären bayerischen Volkshelden, Balthasar Mayer, Schmied von Kochel, dessen tragische Geschichte sich zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges ereignete. Bayern kämpfte mit Frankreich gegen Österreich-Habsburg, doch das bayerisch-französische Heer wurde 1704 besiegt und die Herrscherfamilie musste fliehen. Kaiserlich-österreichische Truppen besetzten Bayern und infolge der schweren Unterdrückung braute sich ein Aufstand zusammen.

Die Oberländer Bauern verabredeten sich und wollten in der Christnacht 1705 München wieder unter bayerische Regentschaft stellen. Dieser Plan wurde verraten. Nicht Münchner Bürger, sondern gut ausgerüstete kaiserliche Truppen erwarteten die Oberländer. Sensen, Morgensterne und nur wenige Gewehre konnten der Überlegenheit der Kaiserlichen nicht standhalten und die Oberländer mussten zurückweichen. Das Dorf Sendling gab noch einmal Schutz, aber die Schlacht war verloren. Die aufständischen Bauern ergaben sich, wurden aber trotzdem von den kaiserlichen Truppen regelrecht niedergemetzelt. Balthasar Mayer, der Schmied von Kochel, wurde zum Anführer der letzten noch überlebenden Oberländer. Er fiel am Sendlinger Kirchenhof getreu des Schlachtrufs „lieber bayerisch sterben als kaiserlich verderben“ für seine Ideale.
Was für die Schweizer Wilhelm Tell und für die Tiroler Andreas Hofer, das ist für Bayern der Schmied von Kochel: ein Symbol für Heimatliebe und Heimattreue.
Im Jahr 1900 wurde ihm in der Kocheler Ortsmitte ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt.

Seine Geschichte lebt im Jahr 2005 in Kochel am See wieder auf. Anlässlich des 300sten Jahrestages der Sendlinger Mordweihnacht findet das Schmied von Kochel Spiel in einer Neuinszenierung statt, die der Theaterverein Kochel von Mai bis September an allen Wochenenden aufführt. Neben den Festspielen sind noch viele weitere Veranstaltungen im Rahmen des Schmied von Kochel Jahres geplant.

                                                                                            
Sabine Rauscher

Der Löwe zu Waakirchen,
das Oberländerdenkmal und der Schmied von Kochel

„Das Oberländerdenkmal wurde am 20. August 1905 im Beisein des Protektors des Oberländerdenkmalvereins, Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig von Bayern, einer großen Anzahl von Ehrengästen und vielen tausend begeisterten Festgästen feierlich enthüllt.
Der Reichsrat der Krone Bayerns, Akademiedirektor Ferdinand von Miller, welcher mit Rat und Tat das Unternehmen unterstützte, hat das Modell zum Löwen gespendet.
Der Löwe ist vom Kupferplastiker Hygien Keine (gebürtig in Holzkirchen) in München in Kupfer getrieben.
Die Reliefs sind entworfen und modelliert von dem Bildhauer Anton Kaindl in München und in Galvanoplastik ausgeführt von der Galvanoplastischen Kunstanstalt Geislingen.
Den architektonischen Aufbau hat der königliche Konservator Angermair am Nationalmuseum in München, entworfen und geleitet.
Er ist ausgeführt von den Steinmetzmeistern Johann Kirchmaier in Bad Tölz und Joseph Wackersberger in Tegernsee.
Das Oberländer-Denkmal erinnert an die Gefallenen der Sendlinger Bauernschlacht am 25. Dezember 1705. Unter den Toten waren auch 34 Waakirchner und der „Schmied von Kochel“.

Noch heute ist der Schmied von Kochel das Symbol für Heimattreue, Einigkeit und Einstehen für bayerische Identität bis zuletzt.
Auch in den Wappen der Gauverbände überwiegen die Symbole der Einigkeit und Einigung. Häufig sind Gebirgs- und Volkstracht vereint und Hand in Hand im Wappen zu erkennen. Nicht von ungefähr ist der Leitsatz des früheren Vorsitzenden der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbände Hans Seestaller: "Halt's z'amm!" noch heute Leitlinie für die verantwortlichen Funktionäre.
Zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges ereignete sich die tragische Geschichte des Balthasar Mayr, dem Schmied von Kochel, der in der Mordweihnacht 1705 in Sendling sein Leben für seine Ideale gelassen hat.
„Balthasar Mayr, der Schmied von Kochel, auch Schmied-Balthes genannt,   - der hervorragende greise Held des Baierischen Oberlandes -   ist am 6. Januar 1644 am Chrysamgütl (Hs-Nr.2) in Waakirchen geboren“, so vermeldet ein Lehrer 1734 den späteren Geschlechtern . .
Soviel aus der Urkunde zur Grundsteinlegung des Oberländer-Denkmals vom 3.6.1905 in Waakirchen, welches am 20.8.1905 feierlich enthüllt und im Beisein des Protektors des Oberländer-Denkmalvereins, Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig von Bayern, vor einer großen Anzahl von Ehrengästen und vielen tausend begeisterten Festgästen eingeweiht wurde.
An Weihnachten 1705 zogen die Oberländer gegen die Hauptstadt München, um die österreichischen Besatzer zu vertreiben. Schlechte Organisation, behelfsmäßige Ausrüstung und Verrat waren eine verheerende Ausgangslage gegen die gut organisierten österreichischen Besatzungstruppen. Die ganze Aktion sollte tragisch enden; etwa 2.000 Oberländer wurden von den Österreichern regelrecht abgeschlachtet. Daher ist dieser Tag als ‚Mordweihnacht‘ in die Geschichte eingegangen.

Als letzter soll am Kirchhof von Sendling der Schmied von Kochel, mit der bayerischen Rautenfahne in der Hand, gefallen sein. Eine eigens mit geschmiedeten Spitzen versehene Keule war seine Waffe. Ihm wird der vielzitierte Ausspruch “lieber bayerisch sterben, als kaiserlich verderben” zugeschrieben.

Was für die Schweizer Wilhelm Tell und für die Tiroler Andreas Hofer, das ist für Bayern der Schmied von Kochel: ein Symbol für Heimatliebe und Heimattreue.
Im Jahr 1905 wurde ihm in Waakirchen ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt.
 


Rudi Herden    (Quellen: Waakirchen, Hs.d.Bayer. Geschichte u.a.)

[Startseite] [Geschichte] [Das Spiel] [Spielort] [Termine] [Preise] [Programm] [Anfahrt] [Artikel] [Kontakte] [Impressum] [Sponsoren] [Vorverkauf]